• November 2011: Der Berliner Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU enthält wichtige Passagen zur  schwierigen Situation von Menschen ohne Aufenthaltsstatus: Prüfung eines Beratungsangebotes für die Gesundheitsversorgung von Menschen ohne Aufenthaltsstatus, das sich an dem 'Münchener Modell' orientiert (S. 64); Einsatz für die Schaffung eines Gesundheits- und Sozialfonds für die Krankenbehandlung nicht versicherter EU-Bürger (S. 65); Einsatz für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention im Hinblick auf den Schulbesuch von Kindern ohne gesicherten Aufenthaltsstatus sowie Öffnung des Zugangs zu beruflicher Ausbildung im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten für diese Personengruppe (S. 61).

  • November 2011: Der 'Runde Tisch für Flüchtlingsfragen der Stadt Köln' teilt in einer Presseerklärung mit, dass die Stadt von November 2011 bis August 2012 60.000 Euro für die Beratung und gesundheitliche Versorgung irregulärer Migranten zur Verfügung stellt.

  • 26. November 2011: Das Gesetz zur Umsetzung aufenthaltsrechtlicher Richtlinien der Europäischen Union und zur Anpassung nationaler Rechtsvorschriften an den EU-Visakodex tritt in Kraft (BGBl. Jg. 2011, Teil I, Nr. 59 vom 25.11.2011, S. 2258, 2264, Nr. 48). Es hebt die aufenthaltsrechtliche Übermittlungspflicht für ‘Schulen sowie Bildungs- und Erziehungseinrichtungen’ auf. "Mit dieser Maßnahme setzt die Regierungskoalition endlich eines ihrer angekündigten, lange erwarteten und oft angemahnten Vorhaben um. Sie trägt maßgeblich dazu bei, die zahlreichen Hürden zu überwinden, denen statuslose Kinder sich ausgesetzt sehen, wenn sie ihr Recht auf Bildung wahrnehmen wollen. Die Kinder haben so eine Chance, sich eine Zukunft aufzubauen," so Bischof Trelle (Hildesheim), Vorsitzender der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz und Vorsitzender des Katholischen Forums Leben in der Illegalität. In der Pressemitteilung des Forums vom 08. Juli 2011 spricht er von "einem entscheidenden Schritt für die Zukunft der Kinder!".

Katholisches Forum Leben in der Illegalität
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